Samstag, 28. März 2009

Freeze



Freeze - Eine Aktion auf dem Schweriner Marienplatz. Um Punkt 12:00 Uhr erstarren viele Passanten mitten in ihrer Bewegung. Der Marienplatz wird für fünf Minuten zu einer Kunstaustellung der eingefrorenen Hektik des Alltages.

Sonntag, 22. März 2009

Nachtrag zu "Schwarzes Tier Traurigkeit"

Die nächsten Termine für "Schwarzes Tier Traurigkeit" sind der 27. März und 11. April um 19:30 Uhr im E-Werk .

Freitag, 20. März 2009

Schwarzes Tier Traurigkeit



Wer die Textgrundlage zu Anja Hillings Stück „Schwarzes Tier Traurigkeit“ liest, sehnt den Besuch einer Inszenierung desselben entgegen. Zu episch, zu fetzenhaft scheint die Vorlage für die Bühne. Dies sollte jedoch kein Hindernis für den Schauspieler und Regisseur Markus Wünsch sein. Gut so, denn nun konnte am vergangenen Donnerstag seine Version des Gegenwartstücks am Mecklenburgischen Staatstheater Premiere feiern.
Ein Metallbogen (Bühne: Franziska Just), bestückt mit grünen, roten und weißen Neonröhren spannt sich über die Spieler. Sechs an der Zahl, allesamt Teilnehmer einer Grillparty in einem Waldstück im Hochsommer. Im höchsten Hochsommer. Es wird gelacht, geschwitzt und belächelt. Es wird gestochert im staubigen Waldboden, im Nudelsalat und in Erinnerungen. Es wird getrunken, es wird Nacht und es wird geschlafen, unter freiem Himmel, um das kleine Feuer. Schließlich ist es noch heißer und man erwacht. Das Feuer ist nicht mehr nur zwischen ihnen, es walzt sich durch den Wald. Ein Brand wurde ausgelöst, ein Waldbrand. Minuten braucht es, das zu erkennen. Zum Flüchten ist es zu spät. Dann beginnt eine Odyssee durch das Flammenmeer. Stunden, Tage irren die Partygäste allein, zu zweit allein, zu dritt allein im Kreis. Irgendwann dann die Rettung der Körper. Fünf haben überlebt, aber ausgebrannt sind sie alle, der Umgang damit wird später unterschiedlich heftig sein.
Das sind sie, die schwarzen Tiere. In weiße Unschuld gehüllt, hocken sie in dem vom Metallbogen umspannten Kasten, wie auf einem Seziertisch, und erzählen ihre Geschichte. Sie werden durchleuchtet, erst grün, dann rot, dann weiß. Durchleuchtet bis auf die Knochen oder bis auf die kläglichen Reste derselben. Dieses Licht blendet nicht, wie das Feuer, wie die falsche Sicherheit vor Katastrophen, es blendet schon gar nicht den Zuschauer. Sondern es entlarvt. Und hypnotisiert.
Gebannt folgt man dem Geschehen, vielmehr der Geschichte, denn es geschieht eigentlich nicht viel auf der Bühne. Es wird erzählt und wieder erlebt, mit gekonnt gesetzten Seitenblicken kommentiert und gefühlt. Durch den famosen und besonders grotesk poetischen Text von Anja Hilling spielt es keine Rolle, ob viele Wege auf der Bühne zurückgelegt oder viele körperliche Kämpfe ausgefochten werden. Der Text ist da und füllt den gesamten Raum. Gekrönt wird dies durch die beeindruckende Ensembleleistung der Spieler. Charlotte Sieglin, Jochen Fahr, Anja Werner, Florian Rummel, This Maag und Hagen Ritschel liefern sich einen fulminanten Schlagabtausch. Wie sie ihre Beziehungswirren ausgraben und umbuddeln, wie sie gemeinsam den Wettlauf um den größten Zyniker und den höchsten Ausdruck gewinnen, wie sie das Tempo enorm hoch halten. Dies beeindruckt auf eine Weise, die in Schwerin abhanden gekommen geglaubt war.
Es geht auch um persönliche Katastrophen, die man so nicht erwartet hat, doch der Abend entwickelt sich für den Zuschauer zu einem unerwartet guten. Dass es ein so packender und emotionaler werden würde, damit hatten wohl nur wenige Zuschauer gerechnet.

Anna Wille
02. März 2009

(Verwendung des Flyers für diesen Blog vom Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin genehmigt)

Donnerstag, 19. März 2009

Feuerarlarm im Großen Haus

Mitten in der Vorstellung Der Menschenfeind im Großen Haus gibt es Feuerarlarm. Erst als Lemmi sagt das ist kein Theater verlassen die Zuschauer sehr schnell und geordnet das Haus. Wir sind vor dem Eintreffen der Feuerwehr auf dem Alten Garten und es ist verdammt kalt. Richtig kalt ohne Jacke. Die Feuerfigther sausen ums Haus und geben Entwarnung. Fehlarlarm. Die Vorstellung geht weiter.

Sonntag, 15. März 2009

Zweite Jam Session im Weinhaus UHLE 1751



Am Mittwoch dem 11. März 2009, beginnend um 20:00 Uhr, hatte das Weinhaus UHLE 1751 zur zweiten Jam Session mit Andreas Pasternack eingeladen. Und wenn die Jam Sessionen dem Ziel dienen soll, die Jazz – Szene in unserer schönen Landeshauptstadt erneut zu beleben – ich glaube, es könnte klappen!
Um den so erfreulich engagierten Saxophonisten Andreas Pasternack fanden sich diesmal wieder Könner aus dem Kreis der Jazzmusiker ein und neue Gesichter waren auch dabei. Das Schlagzeug war mit zwei Drummern besetzt! Zwei temperamentvolle Jazzsängerin begeisterten mit ihren klaren Stimmen, Carsten Stotco sang gekonnt zwei Titel von Ray Charles, der Bassist brachte eine Einlage im Scat - Gesang. Andreas Pasternack erfreute mit mehreren Gesangseinlagen neben seinem gekonnten Saxophonspiel.
Am Piano, Drums, Schlagbass und der Elektrogitarre, an der Trompete, der Klarinette und dem Tenor - Sax wurde wunderbarer Jazz von den Solisten gezaubert. Der Mann am Banjo spielte ebenfalls kurzzeitig voller Einsatz mit - leider nicht elektronisch verstärkt.
Das war ein gelungener Jazz – Abend! Die Fotos versuchen, einen Teil der Stimmung dieser Jam Session wieder zu geben.

Konrad Wille

Donnerstag, 12. März 2009

Schauspieler am Zapfhahn, der die Welt bedeutet



Schön war's. Richtig schön. 45 Künstler am Zapfhahn, der die Welt bedeutet und ich im Werk 3. Mit Elvis und den Brokeback-Mountain-Cowboys rockte die Theaterkneipe mit dem ersten Gig. Markus Wünsch stellte die Frage nach dem Sein oder Nichtsein und Volker Reinhold und Friedemann Braun begeisterten die Zuschauer, in der ausverkauften Theaterkneipe, mit Zigeunerweisen. Der stürmische Beifall hallte noch durch den Domwinkel als die Musiker schon in die nächste Kneipe eilen. Weiter gings mit "Die Herren im Bad", "Die Band" mit Operndiva Jana Kühn Beatbox Star-Gast Tino Bittner und Bandstreber Stefan Ruppe, "Disco Disco" mit dem Bee Gees Double Florian Rummel, dem unvergleichlichen John R. Carlson und ihren Disco Prinzessinnen Anna Jamborsky und Samira Hempel, "Vögelchen" und "Bella Italia". Nach der Pause starteten David Emig und Hagen Ritschel mit dem "Hasen im Rausch", Christian Hees sang und pfiff und wurde hierbei am Klavier von Martin Schelhaas unterstützt. Dann bebte die Bühne unter den schweren Stiefel der Banker in der Bundeswehr und Jacob Kraze theraphierte den kriesengebeutelten Banker Johann Zürner. Dirk Audehm besingt die "Sch... Liebe", Bauer Korl analysierte die Wirtschaftskrise und die "Obamas rocken on tour". Zum Abschluß taucht Jochen Fahr als Volker in ein Glas Spreewaldgurken und beschwört die Renaissance des Trabbi.

Und hier im Schnelldurchlauf oder auch etwas langsamer die Fotos von allen Künstlern im Werk 3.

Mittwoch, 11. März 2009

Vernissage mit Werken von Silke Meyer im ISA MV



Am 07. März wurde im Rahmen des 10 jährigen Jubiläums des Instituts für systemische Arbeit, eine kleine, feine Ausstellung mit Werken von Silke Meyer eröffnet.
Ihre Arbeiten werden bis zum 18. Juni, in den Räumen dieses Instituts, in der Mecklenburgstraße 59 in Schwerin, zu sehen sein.

Begibt man sich auf die Entdeckungsreise in ihre Bilderwelten, geht es nicht darum, neue Landschaften zu suchen, sondern sie mit anderen Augen und in anderem Zusammenhang zu sehen. Ihr Konzept, aus altem Kontext Herausgenommenes auf diffizile Weise in einen Neuen zu setzen, besticht das Auge des Betrachters.
Die Geschichte in der Geschichte; statt in Worte gefasst phantasievoll in Farben und Formen verpackt.

Schauen Sie selbst.

Samstag, 7. März 2009

Die BUGA Brücke



Dienstag, am 3. März 2009, 
Sonnenschein und leichter westlicher Wind, im Burggarten in der Schlossbucht; noch 50 Tage bis zur BUGA! Der Schlossgarten ist Baustelle!!
Innen Styropor, außen Stahlbeton, 50 Tonnen schwer und angeblich unsinkbar. Die ersten zwei von 18 Pontons für die schwimmende BUGA – Fußgängerbrücke über die Schlossbucht wurden heute Mittag an ihre Liegeplätze bugsiert.
Für die Weiße Flotte führt der Weg zu ihren Liegeplätzen durch eine weitere 15 m breite Brücke auf der Brücke. Die Pontons sind 1,50 m hoch und ragen 70 cm aus dem Wasser. Die Pontons sollen kippsicher und unsinkbar sein. Die Rostocker Fa. Clement, die diese Brücke baut, hat u. a. die schwimmende Brücke in DUBAI (!!) gebaut. Die Pontonbrücke erhält Geländer und Beleuchtung und überhaupt!
Die Pontons haben einen GPS – fixierten Ankerplatz im Wasser der Schlossbucht. Die Brücke ist 325 m lang und vier Meter breit (d. h. 325:18= 18,05 m und 
4 m breit – ein Ponton), sie sollte zunächst 800.000 Euro kosten und kostet tatsächlich 1,3 Millionen Euro.
In einem Zugversuch Mitte März wird noch geprüft, ob die Anker im Grund der Schlossbucht halten. Danach werden die übrigen Pontons platziert die zur Zeit in der Rabensteinfelder Bucht schwimmen.
Nach der BUGA im Oktober 2009 verschwindet die schwimmende Brücke wieder und wird , aufgeteilt, verschiedene Verwendungen finden.
Konrad Wille


Sonntag, 1. März 2009

Jam Session im Uhle Keller in Schwerin



Am Mittwoch dem 25. Februar 2009 begann um 20:00 Uhr eine Jam Session mit dem Saxophonisten Andreas Pasternack im Bacchus – Keller des historischen Weinhauses Uhle in Schwerin.
Nach längerer Pause fanden sich Jazzmusiker und Jazzfans zu einer überhaupt ersten Jamsession in dem ehrwürdigen Hause und in Schwerin ein. Die Jazzveranstaltung wurde geleitet und moderiert von dem Rostocker Saxophonisten Andreas Pasternack.
Andreas Pasternack ist Bandleader der Pasternack – Big - Band , Bandleader der Pasternack Group mit Andreas Pasternack (Sax.), Kai Schönburg (Drums), Johannes Gunkel (Kontrabass) und Andreas Weise (Klavier), Leiter des Pasternack – Swing - Trios und Leiter des Landes – Jugend – Jazz – Orchesters MV.
Sicherlich ist Andreas Pasternack durch sein virtuoses Saxophon Spiel und Engagement vielen Jazzfreundenden unseres Landes aus den verschiedensten Auftritten bekannt. U. a. spielte er auch im Rahmen der Veranstaltungen „Puppen im Park“ mit seiner Big - Band sowie mit dem Landes – Jugend – Jazz – Orchesters MV 2008 in unserer Landeshauptstadt.
Die Jamsession im Uhle – Keller war eine gelungene Veranstaltung. Dank der Einladung durch das Weinhaus Uhle an viele Jazzmusiker und mit Unterstützung der Musikalienhandlung Alten und Clausen war die Veranstaltung ein freudiges Ereignis für die aktiven Jazzer und ihre Fans. Bei dieser ersten zwanglosen Zusammenkunft von Jazzmusikern zur gemeinsamen Improvisation fehlte leider ein Drummer. Die Rhythmusgruppe wurde von einem eindrucksvollen Kontrabass und verschiedenen Gitarren vertreten. Saxophon, Trompete, Posaune und Klavier waren mehrfach besetzt – alle Jazzmusiker begeisterten durch ihr freudiges Spiel.
Weitere Jamsessionen im Uhle - Keller sind für den 11. März, den 8. April, den 13. Mai und 10. Juni 2009 vorgesehen.
Die tolle Stimmung der ersten Jamsession ist auf diesen Fotos ersichtlich.

Konrad Wille